Allgemeines

Die Sauna kennt keine Altersgrenze nach oben: Auch über 80-Jährige können noch saunieren. Das Saunabaden kann sogar helfen, die Lebensqualität im Alter erheblich zu verbessern.

  • Viele schätzen die Belastung in der Sauna für das Herz als zu hoch ein – zu Unrecht, denn gerade nach Herzoperationen und Herzinfarkten bewährt sich die Sauna bestens. Regelmäßiges Saunieren (mind. 2 x pro Woche) senkt den Blutdruck und trägt so zur Entlastung des Herzens bei.
  • Die Rückbildungsprozesse der Haut werden verbessert, Falten und Runzeln vermindert.
  • Infektvorbeugung ist im Alter besonders wichtig
  • Bei den im Alter häufig auftretenden Schlafstörungen verhilft die Sauna zu wohltuender Nachtruhe
  • Wenn Sie Medikamente einnehmen oder krank sind, sollten Sie selbstverständlich zuerst einen Arzt befragen.
  • Die Haut wird im Alter immer trockener, gönnen Sie ihr deshalb nach der Sauna ausreichend Feuchtigkeitscremes oder -lotionen.
  • Als älterer Sauna-Neuling sollten Sie die Regeln gut einhalten (viel Entspannung zwischen den Saunagängen, allmähliche Abkühlung durch Herumgehen im Freiluftbereich, Wassergüsse an den Beinen beginnen. (Bitte Vorsicht mit dem Tauchbad).

Körpergewicht

Es ist mittlerweile allgemein bekannt, dass man in der Sauna nicht abnimmt. Verliert der Körper durch den Flüssigkeitsverlust an Gewicht, nimmt er dies danach sehr schnell wieder auf. Trotzdem kann die Sauna eine Gewichtsabnahme positiv beeinflussen, da die Sauna allgemein Regelkreise ordnet und auf den Hormonhaushalt Einfluss nimmt.

  • Übergewichtige können eine längere Wärmephase vertragen, weil die Temperatur ihres Körpers langsamer ansteigt. Zum Ausgleich sollte auch die Abkühlungsphase länger sein, es empfiehlt sich besonders das Fußbad.
  • Lassen Sie von Ihrem Hausarzt überprüfen, ob Sie an hohem Blutdruck leiden

Für Sportlerinnen und Sportler

Für Sportlerinnen und Sportler ist die Sauna eine wichtige Möglichkeit der Regeneration, so kann auch die sportliche Leistungsfähigkeit gesteigert werden.
Die Sauna trainiert dabei nicht die Muskeln, sondern die Anpassung des Sportlers an verschiedene Bedingungen. Unter anaerober Belastung bildet sich Milchsäure in den Muskeln, zu viel Säure führt jedoch zu Müdigkeit. Durch die stark gesteigerte Durchblutung beim Saunieren wird der Abtransport der Milchsäure beschleunigt und die Erholung der Muskeln günstig beeinflusst.
Für Ausdauersportler ist wichtig, dass die Atemkapazität durch regelmäßiges Saunieren gesteigert wird, die Herzkraft dagegen wird nicht trainiert.

  • Nach sportlicher Betätigung ist die Sauna erst sinnvoll, wenn die Pulsfrequenz auf 100 Schläge/Min. abgesunken ist. Achtung: Wird dies nicht beachtet, wird das Herz zu sehr belastet! Saunieren unmittelbar nach sportlicher Anstrengung, frei nach dem Motto „Noch schnell eine Sauna“, ist nicht ratsam.
  • Vorsicht bei frischen Verletzungen und Blutergüssen! Ist die Schwellung bereits abgeklungen, ist Saunieren dagegen heilsam.
  • Sportliche Betätigung zwischen zwei Saunagängen ist nicht sinnvoll.
  • Vor einem Wettkampf sollte der letzte Saunagang wenigstens einen Tag zurück liegen.
  • Gefährlich ist, durch Saunieren kurzfristig das Körpergewicht zu beeinflussen. So kam es bei Jockeys bereits zu Todesfällen, weil sie in der Sauna einen Flüssigkeitsverlust erzwungen hatten.

Bei Krankheiten

Bei folgenden Krankheiten wird das Saunieren ausdrücklich empfohlen:

  • Krankheiten des Herz- und Kreislaufsystems
    (Blutunterdruck, Bluthochdruck, Nachbehandlung ausgeheilter Herzinfarkte)
  • Krankheiten der Atemwege: chronische Katarre, chronische Bronchitis, Asthma bronchiale
  • Krankheiten des Bewegungsapparates: chronischer Rheumatismus, Bandscheibenschäden
  • Störungen des Stoffwechsels, Ödeme
  • Krankheiten der Haut: Neurodermitis, Schuppeflechte, Akne

Unser Tipp: In allen Fällen hängt die positive Wirkung der Sauna davon ab, dass Sie „auf Ihren Körper hören“ und die Anwendungen richtig dosieren. Wenn Sie unsicher sind, befragen Sie bitte Ihren Arzt.

 

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